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PostHeaderIcon Gesetzliche Grundlagen

Der Auftrag des Kindergartens

§22 und §22a des Kinder- und Jugendhilfegesetzes (KJHG) beschreibt die Grundsätze der Förderung von Kindern in Tageseinrichtungen wie folgt:

Tageseinrichtungen sind Einrichtungen, in denen sich Kinder für einen Teil des Tages oder ganztägig aufhalten und in Gruppen gefördert werden. Tageseinrichtungen sollen

(1) die Entwicklung des Kindes zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit fördern,

(2) die Erziehung und Bildung in der Familie unterstützen und ergänzen,

(3) den Eltern dabei helfen, Erwerbstätigkeit und Kindererziehung besser miteinander veinbaren zu können.

Kindertagesstätten werden somit als unentbehrlicher Teil des öffentlichen Bildungswesen zu verstehen. Sie sind, berücksichtigt man entwicklungsphysiologische Erkenntnisse, mit ihren ganzheitlichen Förderauftrag, ihrer lebensweltorientierten Arbeit und ihren guten Be­tei­li­gungs­mög­lich­kei­ten sehr gut geeignet frühkindliche Bildungsprozesse in Gang zu setzen.

§2 des niedersächsischen Gesetzes über Tageseinricthungen für Kinder (KiTaG) beschreibt den Auftrag der Tageseinrichtungen wie folgt: Tageseinrichtungen haben einen eigenen Erziehungs- und Bildungsauftrag, sie sollen insbesondere: die Kinder in ihrer Persönlichkeit stärken, sie in sozial verantwortliches Handeln einführen, ihnen Kenntnisse und Fähigkeiten vermitteln zur eigenständigen Lebensbewältigung, die Erlebnisfähigkeit, Kreativität und Fantasie fördern, den natürlichen Wissensdrang und Freude am Lernen pflegen, die Gleichberechtigung von Jungen und Mädchen erzieherisch fördern und den Umgang mit behinderten und nichtbehinderten Kindern sowie Kindern von unterschiedlicher Herkunft und Prägung untereinander fördern.

Der Orientierungsplan für Bildung und Erziehung im Elemtarbereich nieder­sächsischer Tageseinrichtungen für Kinder sowie die Handlungsempfehlungen für "Die Arbeit mit Kindern unter drei Jahren"

„Erzähle mir und ich vergesse. Zeige mir und ich erinnere. Lass mich es tun und ich verstehe." (Konfuzius)

Der Orientierungsplan wurde im April 2005 vom Niedersächsischen Kultusministerium her­aus­gegeben und in gelungener Zusammenarbeit von den Kirchen, den Landes­arbeits­gemein­schaften der freien Wohlfahrtspflege, der Landesarbeitsgemeinschaft der Elterninitiativen und der Landeselternvertretung der niedersächsichen Kindertagesstätten erarbeitet.

Er konkretisiert den Bildungsauftrag des Elementarbereichs und macht diesen in der Öffentlichkeit deutlich. Der Orientierungsplan ist die Grundlage für die Bildungsarbeit in nieder­sächsischen Kindertagesstätten. Er gibt den Rahmen für die einrichtungsbezogene Konzeption vor. Ergänzend für die Arbeit in den altersübergreifenden Gruppen sowie in den Krippengurppen sind die Handlungsempfhelungen für "Die Arbeit mit Kindern unter drei Jahre" eine wichtige Grundlage für die pädagogsiche Arbeit. Das zugrunde liegende Menschenbild eines aktiven, kreativen, konstruierenden und einzigartigen Kindes prägt die professionelle Haltung der Fachkräfte. Die vorgebenen Bildungsziele sind Grundlage unseres pädagogischen Handelns in allen Lernbereichen und Erfahrungsfeldern.

Im Wesentlichen umfasst der Orientierungsplan folgende Bereiche:

  1. Formulierung des Bildungsverständnisses nach heutigem Stand sowie Benennung verpflichtender Grundwerte in der demokratischen Gesellschaft für alle Bildungseinrichtungen
  2. Vorstellung der Bildungsziele in den einzelnen Lernbereichen und Erfahrungsfeldern
  3. Grundsätze der pädagogischen Arbeit
  4. Qualitätsentwicklung und -sicherung

Der Orientierungsplan gibt folgende Lernbereiche vor, wobei jede Einichtung ihre eigenen Schwerpunkte setzen soll. Jeder Lernbereich sollte jedoch auf die ein oder andere Weise Berücksichtigung finden:

  • Emotionale Entwicklung und soziales Lernen
  • Entwicklung kognitiver Fähigkeiten und der Freude am Lernen
  • Körper - Bewegung - Gesundheit
  • Sprache und Sprechen
  • Lebenspraktische Kompetenz
  • Mathematisches Grundverständnis
  • Ästhetische Bildung
  • Natur und Lebenswelt
  • Ethische und religiöse Fragen, Grunderfahrungen menschlicher Existenz
  • und für die Krippen noch zusätzlich der Lernbereich Wahrnehmung.